Handlungsorientiertes Sicherheitstraining mit dem Schulbus

Bernkastel-Kues. Aufgeregt laufen die Fünftklässler der Freiherr-vom-Stein-Realschule plus zum Busparkplatz, nicht etwa weil die Schule schon aus ist, sondern weil heute der Unterricht dort stattfindet.

2014-sicherheitstraining-schulbus„BusSchule“ nennt sich das gemeinsame Projekt mit der Moselbahn. Karl-Heinz Länger hat dafür seinen Bus als Anschauungs- und Trainingsgegenstand natürlich gleich mitgebracht. Mehr Praxisbezug geht nicht. An der Schulbushaltestelle führt er in einer beeindruckenden Demonstration mit der Tonne „Gustav“ vor, wie gefährlich es sein kann, zu nah am Bordstein zu stehen, wenn sich der Bus nähert. „Gustav“ wird von seinem Bus erfasst und weggeschleudert, weil er zu dicht am Straßenrand stand. Die Kinder sind über die Wucht des Aufpralls überrascht, das hätten sie nicht gedacht. Gut, dass es nur eine Tonne war und kein Kind.

In weiteren praktischen Übungen und Vorführungen werden verschiedene Inhalte verdeutlicht: Wie lange dauert beispielsweise das Einsteigen, wenn alle drängeln, und wie lange dauert es, wenn alle der Reihe nach einsteigen? Wo halte ich mich fest, wo verstaue ich mein Gepäck? Warum schwenkt der Bus beim Anfahren der Haltestelle manchmal über den Gehweg oder die Wartefläche? Wie wirkt sich eine scharfe Bremsung auf stehende Fahrgäste aus? Wie groß ist der „tote Winkel“ den der Fahrer nicht übersehen kann? Auch das Verhalten im Notfall wird genau erklärt.

Ziele der Busschule sind, neben der Sicherheit der Schüler durch Vermeidung von Unfällen, ein angenehmes Miteinander, Verständnis und Vandalismusprävention.

Den Kindern gefällt der Unterricht mit dem Bus und der kleine Jonas ist sich nun ganz sicher, dass er später mal Busfahrer werden will und er darf auch schon mal auf dem Sitz von Karl-Heinz Länger Platz nehmen.

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