Klassenfahrt im Zeichen der Völkerverständigung

Die Abschlussfahrt der Klasse 10 d der Freiherr-vom-Stein-Realschule plus Bernkastel-Kues führte in diesem Jahr zur Partnerschule nach Otmuchów in Polen.

2015-klassenfahrt-polenIm Rahmen eines Schüleraustauschs, gefördert u.a. durch das DPJW und den Förderverein der Schule, machten 17 Schülerinnen und Schüler mit ihren Begleitlehrern, Uschi Fusenig, Veronika Smolka und Harald Fuchs als Klassenleiter, einen Gegenbesuch in Schlesien, nachdem die polnischen Schüler bereits im Frühjahr 2014 in Bernkastel zu Gast gewesen waren. Viele Schüler kannten sich daher bereits und hatten den ersten Kontakt über soziale Medien weiter gepflegt. So stand nun bei diesem Besuch die Vertiefung der Kontakte im Zentrum aller Aktivitäten und dies wurde zu einem vollen Erfolg. Im Laufe der Woche entstanden viele neue Freundschaften. Die sprachlichen Barrieren ließen sich gut überwinden und man entdeckte schnell, dass die Unterschiede zwischen deutschen und polnischen Schülern weit geringer sind, als mancher vorher erwartet hätte.

Nach der herzlichen Begrüßung durch Schüler und Begleitlehrer der Partnerschule am Sonntag stand der Montag im Zeichen des persönlichen Kennenlernens. Gemeinsam erkundeten die Schülerinnen und Schüler die schöne Stadt Otmuchów, wobei auch ein Besuch beim Bürgermeister auf dem Programm stand. Man betätigte sich etwas künstlerisch und zog mit Pinsel, Farbe und Staffelei in die Stadt um die Sehenswürdigkeiten zu malen, unterstützt durch eine polnische Künstlerin. So konnten sich die Werke am Ende durchaus sehen lassen. Dienstags lernten die deutschen Schüler einmal den polnischen Schulalltag kennen. Sport- und Tanzstunden boten dabei eine willkommene Gelegenheit zur Bewegung. Am Nachmittag wanderte man gemeinsam durch die schöne Umgebung und erkundete die Natur, die viele Gemeinsamkeiten mit unserer Landschaft in Eifel und Hunsrück aufweist. Wichtige Themen waren dabei der Umwelt- und Naturschutz sowie erneuerbare Energien, was am Beispiel eines Wasserkraftwerks gezeigt wurde.

2015-klassenfahrt-polen-2ulturelles gab es dann am Mittwoch und am Donnerstag, als die Städte Breslau und Nysa gemeinsam besucht wurden. Höhepunkte waren dabei der wunderschöne Marktplatz mit dem Rathaus und der Zoo in Breslau sowie die Altstadt von Nysa, das früher Neisse hieß. Die Schülerinnen und Schüler entdeckten vieles, was an die deutsche Vergangenheit in dieser Gegend erinnerte und lernten manches über die wenig glückliche gemeinsame Geschichte unserer Völker. Darüber, dass Vorurteile endgültig der Vergangenheit angehören sollten, war man sich schnell einig und so bereitete man zum Abschluss der Fahrt gemeinsam ein Fest im Schlosshof vor, das zum Höhepunkt der Klassenfahrt wurde. Mit Liedern, Tanz, Kulinarischem und vielem mehr feierte man gemeinsam und alle hatten am Ende das Gefühl, dass es schön gewesen wäre, noch viel mehr Zeit miteinander verbringen zu können. Viele Teilnehmer haben sich fest vorgenommen, so bald als möglich wieder nach Polen zu fahren und ihre neuen Freunde zu besuchen. So hat die Fahrt sicher dazu beigetragen, dass wir auf dem Weg zu einem gemeinsamen Europa einen guten Schritt weiter gekommen sind. Völkerverständigung entsteht eben nicht durch politische Absichtserklärungen, sondern nur durch den persönlichen Kontakt der Menschen, und da hat diese Fahrt allen Beteiligten viele positive Impulse für die Zukunft gegeben. Weitere gemeinsame Aktionen in den nächsten Jahren sind bereits in Planung.

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