Stärken und Talente entdecken

zugewanderte Schülerinnen und Schüler individuell und berufsorientiert fördern

2019-11-06-staerken-und-talenteFoto: C. WinterDas Verfahren 2P Potenzial und Perspektive ist ein computergestütztes Analyseinstrumentarium zur Erfassung fachlicher und überfachlicher Kompetenzen. Es ist speziell für Jugendliche mit keinen bzw. geringen Deutschkenntnissen im Alter von 10 bis 20 Jahren entwickelt worden, die in das deutsche Schulsystem aufgenommen wurden.

Voraussetzung für eine schulische und berufliche Integration ist, dass die Lehrkräfte effektiv, gezielt und ressourcenschonend zu einer Einschätzung der Potenziale der Jugendlichen kommen und diesen Perspektiven aufzeigen können. Mit 2P wird Lehrkräften an allgemeinbildenden sowie beruflichen Schulen eine frühzeitige Erkennung der fachlichen, überfachlichen und berufsbezogenen Kompetenzen ihrer Schülerinnen und Schüler ermöglicht, um diese individuell zu beurteilen und zu fördern. Das Verfahren arbeitet kultur-sensibel und mit spracharmen Aufgabenstellungen und kann durch die Möglichkeiten wiederholter Testungen den Entwicklungsprozess der Jugendlichen sichtbar machen.

An Schulen, bei denen 2P zum Einsatz kommt,  gibt es seit 2018 das Zusatzangebot „2P plus“. In Anknüpfung an 2P können daran neu zugewanderte Schülerinnen und Schüler ab Klassenstufe 8 teilnehmen. Das Angebot wird von externen Bildungsträgern organisiert und durchgeführt. Auch hier nimmt die Freiherr-vom-Stein-Realschule plus, wie zuvor bei 2P, seit Einführung des neuen Analyseverfahrens von Beginn an teil. Es besteht eine enge  Kooperation mit der Handwerkskammer, vertreten durch Sven Kronewirth und Oksana Morenko.

Das Projekt umfasst jeweils ein Schuljahr und verknüpft praktische berufliche Orientierung mit der Förderung fachbezogener und sprachlicher Kompetenzen. Die konkreten Angebote haben einen starken handlungs- orientierten Bezug und werden mit Bezug zum regionalen Arbeitsmarkt durchgeführt. Dadurch soll insbesondere auch die Berufsorientierungskompetenz der neu Zugewanderten gestärkt werden. Damit beide Verfahren noch enger miteinander verknüpft werden, fand nun eine Fortbildung an der Freiherr-vom-Stein-Realschule statt. Zwischen Simone BreuSabina Di Meo, Sascha Gmeiner, Dominka Guz, Claudia Brodmann, Andreas Lessmeister, Thomas Groß (alle CJD ( Christliches Jugendorfwerk Deutschlands)), Sven Kronewirth (HWK Trier), Michael Zeile (MTO Psychologische Forschung und Beratung GmbH,Tübingen) und den Realschullehrerinnen Natalie Kolze und Cordula Bracht, die die Projekte an der Freiherr-vom-Stein-Realschule betreuen, kam es zu einem gewinnbringenden Austausch, der die konkrete Arbeit an der Schule noch mehr optimieren wird.

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