Rollstuhl in der Schule - Berührungsängste abbauen

rollstuhlToleranz ist besonders in der heutigen Zeit ein wichtiges Thema. Leider ist es gerade für Jugendliche schwer, offen und tolerant auf Menschen zuzugehen, vor allem wenn diese körperliche oder geistige Beeinträch­tigung aufweisen.

Aufgrund dessen hat sich unsere die Freiherr-vom-Stein-Realschule plus in Bernkastel-Kues dazu entschlossen, durch ein sogenanntes Rollstuhl­projekt, genau auf diese Thematik hinzu­weisen, um unsere Vorurteile gegenüber Beeinträch­tigen abzulegen und unsere Hemmung einzu­dämmen.

Wir bekamen Besuch von Peter Müller. Er selbst sitzt seit 2003 im Rollstuhl, nachdem er einen Motorrad­unfall hatte. Er verbrachte zwei Tage an unserer Schule, um jeweils drei Stunden mit den beiden 10. Klassen zu verbringen. Zur Veranschau­lichung brachte er einen Katheter mit, außerdem noch die Schrauben, die in seinem Knie bei der Operation eingesetzt wurden. Anhand dieser Dinge ließ sich ziemlich schnell fest­stellen, dass er auch kein Problem damit hatte, skurrile Fragen zu beantworten. Er erzählte uns viel von seinem Leben vor seinem Unfall und wie dieser sein Leben veränderte. Peter Müller berichtete auch von seinen Kindern und wie diese mit der Problematik umgehen. Es war sehr interessant ihm zuzuhören und das Thema aus einer anderen Perspek­tive zu sehen. Wir durften selber ausprobieren, wie es sich anfühlt, im Rollstuhl zu sitzen und wie schwierig es sein kann, Alltags­situa­tionen zu bewältigen, die für andere selbst­verständlich sind. Dies wurde uns anhand von Beispielen dargestellt. z.B. haben jeweils zwei Freiwillige versucht, sich im Rollstuhl eine Hose anzu­ziehen oder ohne jegliche Fremd­einwirkung vom Boden aus wieder in den Rollstuhl zu kommen. Vor allem aber wurde uns gezeigt, wie man einem Rollstuhl­fahrer die Treppe hoch hilft und allgemein, dass man die Verneinung auf die Frage: „Kann ich ihnen helfen?“ respektieren sollte.

Der Tag hat uns allen sehr viel Spaß bereitet. Es war äußerst informativ, aller­dings trotzdem durch Humor geprägt, aufgrund der Offenheit, die Herr Müller mit sich brachte. Wir konnten alle viel aus diesen drei Stunden mitnehmen und bedanken uns herzlich bei ihm, gefallen hat uns seine lebens­bejahende Art, mit welcher er an diese ganze Sache herangeht.

Jenny Ehlen und Jean Nemenich (10b)

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