Begründung

An der Realschule plus in Bernkastel-Kues werden seit über 2 Jahren durchschnittlich 80 Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund unterrichtet, die über keine oder nur sehr geringe Deutschkenntnisse verfügen. Neben Kindern aus europäischen bzw. grenznahen Ländern wie Polen, Russland, Rumänien, Bulgarien u.a. kommen bedingt durch die politische und wirtschaftliche Situation einiger Staaten vermehrt Flüchtlinge an unsere Schule, überwiegend aus Syrien, Afghanistan und afrikanischen Staaten.

Vor 2014 wurden DaZ-Schüler grundsätzlich in ihren altersgemäßen Regelklassen unterrichtet und nur in einzelnen Deutschförderstunden vom regulären Unterricht freigestellt. Es hat sich herausgestellt, dass diese Art der Deutschförderung nicht effektiv genug ist: Die Schülerinnen und Schüler lernen nur schleppend Deutsch und finden durch ihre mangelnden Deutschkenntnisse nur schwer Zugang zu anderen Fächern. Sie kapseln sich ab und integrieren sich kaum in ihre jeweilige Regelklasse, da ihnen zu lange ausreichende Deutschkenntnisse fehlen. Ein Schulabschluss und damit der Zugang zu einer späteren erfolgreichen beruflichen Karriere werden ihnen somit erschwert. Spätere soziale Probleme sind ebenfalls oft vorprogrammiert.

Eine zügige Integration in die Regelklasse und Schulgemeinschaft kann nur mit dem schnellen Erreichen ausreichender Deutschkenntnisse erfolgen. Um den Schüler/innen einen intensiven Spracherwerb und gleichzeitig die Integration in unsere Gesellschaft zu erleichtern, haben wir ein Stammkurs-System „Deutsch als Zweitsprache“ an unserer Schule eingerichtet.